Gemeinsam gegen BER-Fluglärm
Der FLUCHhafen

Bürgerfeindlich   Erbärmlich   Runtergekommen 

 

 

 

                                                                                                 (c) Kostas Koufogiorgos www.koufogiorgos.de             

 


  

„Da mischen zu viele Leute mit, die keine Ahnung haben“. 

Jürgen Hahn ist Experte für kriselnde Großprojekte. Im Interview plädiert er für einen klaren Schnitt beim Hauptstadtflughafen BER - und erwartet Eröffnung nicht vor 2022. Tagesspiegel, 3.7.2016 Artikel hier lesen

 


 

Auf der Spur einer (fast) unendlichen Geschichte

Vor genau zehn Jahren erfolgte der Spatenstich zum größten Verkehrsinfrastruktur-Projekt Europas. Dann folgten Kostenexplosionen, Planungsfehler, Schuldzuweisungen und immer neue Eröffnungstermine. General-Anzeiger, 5.9.2016 Artikel hier lesen

 


 

Bericht des Untersuchungsausschusses

Überall Verfehlungen: Das BER-Drama auf über 1000 Seiten

Der Untersuchungsbericht zum Flughafen BER wird heute veröffentlicht. Die wichtigsten Passagen und Aussagen finden Sie in dieser Analyse. Tagesspiegel, 15.06.201Artikel hier lesen 

 


Flughafen BER - oder Pleiten, Pech und Pannen - heuteplus | ZDF
 

21. Apr. 2016 ... Seit mehr als 1400 Tagen ist der Flughafen nicht eröffnet. Im Oktober 2011 sollten die ersten Passagiere abheben. Was ist passiert, wie sehen ... Video hier ansehen 

 


 

Gift im Kaffee: Anschlag auf BER-Ingenieur 

Längst ist der BER auch ein Kriminalfall – und nach diversen Korruptionsskandalen wird auch diese Akte jetzt offenbar um ein Kapitel reicher. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt wegen eines mysteriösen Giftanschlags auf einen BER-Ingenieur gegen Unbekannt. Tagesspiegel, 2.5.2016  Artikel hier lesen  

 

Neuer Skandal auf Großbaustelle: Bekam ein BER-Ingenieur Gift in den Kaffee?

Bislang machte der Berliner Flughafen BER mit Bauverzögerungen und Korruption auf sich aufmerksam - nun könnte sich ein Gift-Anschlag in die Akte einordnen. Einem Ingenieur soll eine unbekannte Substanz in den Kaffee gemischt worden sei. NTV, 1.5.2016 Artikel hier lesen



 

Pleiten, Pech und Pannen

Ex-Flughafenplaner: BER wird nicht in Betrieb gehen! BZ, 26.04.2016 Artikel hier lesen

 

BER-Eröffnungsglaube erneut schwer erschüttert: 

Start muss wohl auf 2018 verschoben werden. Tagesspiegel, 8.3.2016 Artikel hier lesen

 


 

Zu ehrliches Interview: BER Pressesprecher gefeuert.  

"Versenkte Milliarden", "zu viel verbockt", "scheiße gelaufen": In einem Interview hat der BER-Pressesprecher Klartext gesprochen - wohl zum letzten Mal in dieser Funktion. Er wurde umgehend freigestellt.

Spiegel online, 11.4.2016 Artikel hier lesen

 


 

QuizWahr oder falsch? Erraten Sie, welche Pannen es beim Flughafen BER wirklich gab

Focus Money Online, 18.01.2016  Hier geht`s zum Quizz

 

Millionen-Forderung: BER-Mieter klagen erstmals auf Schadenersatz 

Händler haben viel Geld in Läden am BER investiert, die sie seit Jahren nicht nutzen können. Nun könnte es zu einer Klagewelle kommen. Berliner Morgenpost, 7.12.2015 Artikel hier lesen

 

 


Archäologen entdecken historische Ruine ungeahnten Ausmaßes im Süden Berlin.  

Berlin (dpo) - Es ist die größte Ruine, die jemals in Deutschland entdeckt wurde: Archäologen haben nahe dem brandenburgischen Schönefeld die Überreste eines gewaltigen Gebäudekomplexes gefunden. Die Wissenschaft fordert nun, die Betonruine unter Denkmalschutz zu stellen, bis endgültig geklärt ist, was einst der Zweck der offenbar nie fertiggestellten Anlage war. 

Der Postillion, 26.2.2015  Artikel hier weiterlesen

 


 

  • Acht BER-Firmen stehen unter Betrugsverdacht

Die Cottbuser Staatsanwaltschaft ermittelt im BER-Flughafenskandal nicht nur gegen den Siemens-Konzern, sondern auch gegen sieben weitere Firmen. Der Schaden geht in die Millionen.Tagesspiegel, 17.11.2015 Artikel hier lesen
 

 

  • Korruptionsfall am neuen Flughafen Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen BER-Manager

 

Auf einer Raststätte erhielt er 150.000 Euro Schmiergeld: Gegen den früheren BER-Manager Francis G. und drei Imtech-Mitarbeiter erhebt die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage. Tagesspiegel, 22.10.2015 Artikel hier lesen 

 

  • Ex-Generalplaner: Firmen plündern BER-Baustelle

Das Architektenbüro wurde zum Sündenbock gemacht. Im Untersuchungsausschuss rechnet der frühere BER-Generalplaner Nienhoff nun ab. Das Statikproblem mit den Ventilatoren sei schon 2010 bekannt gewesen.Tagesspiegel, 3.10.2015 Artikel hier lesen  

 

BER-Eröffnung ist in Wahrheit gar nicht geplant.

Ständig neue Eröffnungstermine, der jüngste – 2017 – wird wohl nicht eingehalten, Berlins neuer Flughafen BER gilt als Pannen-Airport. Zu Unrecht, glaubt unser Autor: Dort läuft alles genau nach Plan. Die Welt, 2.10.2015 Artikel hier lesen

 

Neues Physikalisches Gesetz am BER endeckt: "Was nicht geht, geht nicht kaputt."

BER-Chef Karsten Mühlenfeld analysiert im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses unfreiwillig komisch die Flughafenprobleme. Ein Berliner stellt Anzeige wegen Untreue. Tagesspiegel, 30.09.2015 Artikel hier lesen

 

!!! Einsturzgefahr am BER !!!

  • Seufz und Miley Cyrus. So wird über den BER gelästert: Maz, 22.09.2015 Artikel hier lesen 

 

 

Mit der Krankheit leben: Morbus BER

  •  Was jetzt noch geht ist draußen Unkraut jäten. Ist der BER, das problemverseuchte Monster zu retten? Was wäre das Schlimmste. Ein Kommentar. Tagesspiegel, 23.09.2015 Artikel hier lesen  

     

  • Pfusch ohne Ende. Hilft nur noch der Abriss? Berliner Kurier, 22.09.2015 Artikel hier lesen 
  • Neuer Rückschlag am unvollendeten Berliner Flughafen: Wegen möglicher Einsturzgefahr am BER-Dach ist ein Teil des Fluggasterminals gesperrt.  Tagesspiegel, 20.09.2015 Artikel hier lesen 

      

  • Kein Kopf überm Dach 

Besteht beim BER Einsturzgefahr? Plötzlich weiß keiner, ob das Dach hält. Auch der neueste Wahnsinn hat Methode. Ein Kommentar. Tagesspiegel, 20.09.2015 Artikel hier lesen                                                                                                                                                                                                                                                                                        Illustration: Jiaogula

 

  • Brisantes Statik-Gutachten für BER: Einsturzgefahr am Pannenflughafen? Bild 19.09.2015, Artikel hier lesen     
     

Betrugsverdacht beim Problem-Flughafen Berlin 

Führungskräfte sollen sich gegenüber einigen Firmen sehr großzügig bei "verdächtigen" Nachforderungen gezeigt haben. Die Presse, 16.08.2015 Artikel hier lesen  

 


Neuer Skandal um Flughafengesellschaft BER täuschte Aufsichtsrat über Risiken

Die BER-Flughafengesellschaft hat die drohende Imtech-Pleite bis zuletzt verschwiegen. Nach "Tagesspiegel"-Informationen erfuhr der Aufsichtsrat davon erst, als tatsächlich die Insolvenz angemeldet war. Tagesspiegel, 16.08.2015 Artikel hier lesen

 

Imtech stellt Insolvenzantrag - Es drohen neue Verzögerungen bei der Eröffnung Tagesspiegel, 6.8.2015 Artikel hier lesen 

 

BER-Brandschutzfirma Imtech Deutschland ist pleite 

Der niederländische Imtech-Konzern meldet Insolvenz für seine deutsche Tochter an. Diese ist einer der größten Auftragnehmer des Hauptstadtflughafens. Damit sind weitere Verzögerungen vorgezeichnet. Die Welt, 6.8.2015 Artikel hier lesen 

              


        Gilt die Wette eigentlich noch??!                                            

 "Ich wette eine Kiste Dom Pérignon, Jahrgang 1978"

Hartmut Mehdorn tritt im Juni als Chef der Berliner Flughäfen ab. Den BER sieht er auf gutem Weg und glaubt an die Eröffnung im Herbst 2017. Wer's nicht glaubt, dem bietet Mehdorn eine teure Wette an. Die Welt, 27.1.2015 Artikel hier lesen  

 

"Der Rücktritt von Hartmut Mehdorn ist ein Eingeständnis des Scheiterns auf ganzer Linie... 

Hätten er und Klaus Wowereit nur ansatzweise daran geglaubt, den Flughafen in absehbarer Zeit zu eröffnen, wären beide im Amt geblieben."  Deutschlandradio 15.12.2014 Beitrag hier hören

 

                                                                                       (c) Costas Koufogiorgos www.koufogiorgos.de  


Mehdorn und die Nettokosten. Preis für BER wird deutlich steigen 

5,4 Milliarden Euro: Diese Summe wird seit Monaten für den BER-Bau genannt. Der scheidende Flughafenchef Mehdorn präzisiert diese Angabe. Er lässt durchblicken, dass das Projekt deutlich mehr Geld verschlingen wird. Ntv, 10.03.2015 Artikel hier lesen 

 

Mehdorn spricht von "preiswertem Flughafen"

Seit 2010 haben sich die kalkulierten Kosten für den Berliner Großflughafen auf 5,4 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Für Noch-Chef Mehdorn ist er aber immer noch eine Art Schnäppchen, machte er Berliner Abgeordneten klar.  Spiegel online, 07.01.2015 Artikel hier lesen

 

 

 

  (c) Harm Bengen www.harmbengen.de

BER-Kosten - Mehdorn verspricht "preiswerten Flughafen"                                                                                        

Der scheidende BER-Chef ist sich sicher, dass die geplanten 5,4 Milliarden Euro für den Flughafen reichen werden. Und auch der Zeitplan soll gehalten werden: Ende 2017 bleibe der Termin. 

Berliner Morgenpost, 7.01.2015 Artikel hier lesen

 2014

    

Planung der Flughafenfertigstellung bisher gescheitert  -  Planung des Umzugs von Tegel nach Schönefeld jetzt intensiviert.

Spätestens 2019 soll der BER eröffnen.

Die Flughafengesellschaft sucht jetzt nach Unternehmen, die beim Umzug helfen. TAZ, 17.8.2014 Artikel hier lesen  

 


 

Aufklärung des BER-Desasters: Befragung von Rainer Schwarz im Untersuchungsausschuss eskaliert.  Tagesspiegel, 5.12.2014 Artikel hier lesen

 


  

BER-Architekt Gerkan verspottet die Bauherren

Mehr als zwei Jahre ist die Eröffnungsabsage des Hauptstadtflughafens her. Es werde fast nur noch sauber gefegt, spottet der Architekt – und nennt Schuldige. Sich selbst zählt er nicht dazu. Die Welt, 12.9.2014 Artikel hier lesen

 


   

Schlechte Nachrichten vom Flughafen BER

Die Heute-Show vom 6.6.2014 Video hier ansehen
 

 

       Ex-BER-Technikchef fliegt  von der Uni.

Einst ist er am BER über einen Korruptions-Skandal gestürzt, nun lehrt er auch nicht mehr an der Cottbuser Universität. Jochen Großmann hat seine langjährige Honorarprofessur zurückgegeben. Tagesspiegel, 2.2.2015 Artikel hier lesen 

 

BER -Brandschutzchef Jochen Großmann unter Korruptionsverdacht. Es geht um eine halbe Million Euro Bestechungsgeld. Tagesspiegel, 27.5.2014 Artikel hier lesen

 

Hartmut Mehdorns "Geheimwaffe" außer Gefecht. "Der Mann, der Problem-BER bändigen sollte" steht im Zentrum eines Korruptionsskandals. Focus online, 28.5.20114 Artikel hier lesen

 

Geschasster BER-Planer war nur technischer ZeichnerAls Planer war Alfredo di Mauro beim BER für die Entrauchungsanlage zuständig. Die ist einer der Gründe für die Verzögerungen am Pannenairport. Doch die Mauro ist kein Ingeneur, wie angenommen wurde ... Stern exclusiv, 24.6.2014  Artikel hier lesen 

 


 

Faktenzeichen XY. Flughafenprobleme ungelöst. Überraschend meldet sich der BER-Chef zu Wort. Mit der Wahrheit nahm er es aber nicht so genau. MAZ vom 12.3.2014 Artikel hier lesen

 


 

 Whow! Nie mehr Terminprobleme am BER:

"Da wir keinen neuen Termin genannt haben, kann es auch keinen neuen Zeitverzug geben."     PM der FBB hier lesen

  

Geschasste Chefplanerin am Hauptstadtflughafen:  Widerspruch unerwünscht. Spiegel online, 12.02.2014 Artikel hier lesen  

 

Methode Mehdorn. Große Worte, wenig Wirkung.

Hartmut Mehdorn steuert den Pannen-Airport BER noch tiefer ins Chaos. Air Berlin fordert 48 Millionen Euro Entschädigung, Lufthansa und Bahn könnten nachziehen. Das Landgericht verhandelt heute.  Manager Maganzin 15. 1. 2014 Artikel hier lesen

 


 

2013

 

ProblemBEReinigung à la Mehdorn:


"Imagepolitur für FlughafenAirport-Chef. Mehdorn streicht BER-Kürzel von Briefkopf."

  Focus online am 2.5.2013  Artikel hier lesen

  

llustration: Jiaogula      
  

Dürfte ein Langstreckenlauf werden:

 


 

  • Vertrauliches Dokument zum Flughafen. Das geheime Ja zu Sperenberg 

Berlin und Brandenburg wollten gar keinen neuen Flughafen in Schönefeld. Ein Vermerk zeigt: Die Länderchefs einigten sich schon 1995 auf eine ganz andere Lösung. Doch als die Fusion scheiterte, platzte der Deal.

Tagesspiegel am  22.04.2013   Artikel hier lesen

 


 

  • "DER BER wird nochmal bis zu 150 Millionen teurer." Bild.de am 11.4.2013 Artikel hier lesen

 


 

  •  Kein Witz, aber neue Posse:

"Comeback für Meinhard von Gerkan? Mehdorn will BER-Architekt zurück"

BER-Chef Mehdorn will den Architekten des Pannenflughafens offenbar zurückholen. Dabei hat der Flughafen Meinhard von Gerkan eigentlich gefeuert und wegen Planungsfehlern verklagt. Es ist nicht die einzige Ironie in der Geschichte: Mehdorn und Gerkan lagen schon früher im Clinch - wegen eines anderen Prestigeprojekts. N-tv am 31.3.2013 Artikel hier lesen

 

und das lief vorher:

 



Chefarchitekt belastet Flughafengesellschaft. Tagesspiegel, 15.3.2013 Artikel hier lesen

 


   

"So will Hartmut Mehdorn BER vor Kunden schützen"

Jubel in Deutschland: Hartmut Mehdorn wird Chef des Problem-Airports BER. Experten sind sich sicher, dass die Passagiere nun schon bald auf die ersten Züge vom Hauptstadtflughafen warten können.

Die Welt am 8.3.2013 Artikel hier lesen 

 

  "Umfrage: Mehrheit dachte, Mehdorn wäre bereits Chef von BER."

Der Postillion am 8.3.2013 Artikel hier lesen

  

  Neuer Chef am Flughafen BER – exklusiver Bericht von der Wahl 2024 

Aus dem kleinen Schornstein aus Blech steigt endlich weißer Rauch auf. Die kleine Möwe, die bis eben possierlich daneben gesessen hat, fliegt nach wenigen Zügen vom weißen Rauch davon wie ein Kolibri. Das kann nur eines heißen: da unten hat Klaus Wowereit den Konsum vom schwarzen Afghanen eingestellt und lässt das Crystal Meth im Pfeifchen blubbern.

TAZ am 22.03.2013 Artikel hier weiterlesen  

  
  

"Sie möchten Ihren Namen auf ewig mit dem größten Schrotthaufen der Hauptstadt in Verbindung wissen? Dann bewerben Sie sich. TAZ am 8.3.2013 Artikel hier lesen

  

   Suche nach neuem BER-Chef löst dramatische Massenflucht von Flughafen-Experten aus.  Kojote-Magazin. Hier lesen

 

 "Berliner Airport-Rettung leicht gemacht" Handelsblatt, 27.02.2013 Artikel hier lesen

 

 

Bewerbungsverfahren erweitert: Auch Untote wurden zugelassen 

 Illustration: Jiaogula

Unheimliches Comeback:  

Hartmut Mehdorn wird neuer BER-Chef

 

  • ÜBERraschung. Mehdorn wird Chef des Berliner Flughafens Spiegel am 8.3.2013 Artikel hier lesen

 

  • Ex Bahn Boss soll Flughafen retten. Neuer BER-Chef Mehdorn will sein Gehalt nicht verraten. Focus am 8.3.2013 Artikel hier lesen  

 

"Dem BER laufen die Mitarbeiter weg". BZ am 3.03.2013 Artikel hier lesen

  

"Bei Suche nach neuem Flughafenchef sind auch kreative Lösung denkbar." Die Welt am 20.02.2013   Artikel hier lesen

 


  

Die unlösbaren Probleme des Problemflughafens

"Jurapofessor (u. a. für die Teil-Fakultät Transport und Verkehr und Soziologe) Dr. Moritz fordert aufgrund des bevorstehenden neuen Planfeststellungsverfahrens zur Erweiterung des BER, der zu geringe Kapazitäten aufweist, dazu auf diese

Gelegenheit beim Schopfe zu fassen und noch einmal eine grundlegende Standortdebatte zu führen.

Das aufgrund der explodierenden Kosten, der zweifelhaften Wirtschaftlichkeit und der nach und nach bekannt gewordenen großen Belastungen der Bewohner Südberlins durch den Hauptstadtflughafen am Standort Schönefeld."

Veröffentlicht am 16.03.2013

 

 


 

Münchhausen-Check:

Klaus Wowereit und der Pannen-Flughafen. Spiegel-online am 26.1.2013

Artikel hier lesen

 

 

"Ich mache hier nicht den Wowereit."

Augsburger Allgemeine, 9.2.2013 

Artikel hier lesen

 

 

 

 

 


 

Diagnose: Morbus BER

 

         Sally

 

 

 

 

  • BER-Desaster: "Das führt zum Kollaps des Systems."  Frankfurter Rundschau am 26.01.2013 Artikel hier lesen

  

  • Was der BER-Großbaustelle noch droht. Kann der BER noch scheitern?  Tagesspiegel vom 12.1.2013  Artikel hier lesen  

 

 

 (c) Kostas Koufogiorgos www.koufogiorgos.de 

 

 Chefsache BER 

"Es wird zu wenig gesehen, dass dieser Flughafen in den letzten Jahren auf den Weg gebracht worden ist"

"Dazu gehöre nicht nur die reine Bautätigkeit: Ob Planfeststellungsverfahren, Genehmigungen, Bürgerbeteiligung, juristische Auseinandersetzungen oder Finanzierung:

Es wird viel zu wenig betrachtet, wie viel Hilfestellung da geleistet worden ist." 

Spiegel  am 15.1.2013 Artikel hier lesen

 

Kapitän und Copilot tauschen Platz

 

  • Wowereit schiebt Platzeck nach vorn. Rochade im BER-Aufsichtsrat. NTV am 7.1.2013  Artikel hier lesen

 

  • BER-Pleite: Bruchpilot Wowereit schmeißt hin. Berliner Kurier am 7.1.2013  Artikel hier lesen 

 

 


  

Hey, das hebt ab. Eröffnung des Flughafens 2020 live miterlebt. Tagesspiegel am 13.1.2013  Artikel hier lesen

 


2012

 

Später, teurer und trotzdem nicht groß genug. Der neue Berliner Flughafen könnte schon kurz nach dem Start einen Ausbau brauchen. Und es gab bereits vier Tote beim Bau. Die Zeit am 1.12.12  Artikel hier lesen

 

Air Berlin fordert Millionen.

Der wichtigste Partner des Flughafens klagt wegen der Pannenserie am BER auf Entschädigung. Andere Unternehmen könnten folgen.

Tagesspiegel am 06.11.12  Artikel hier lesen 

 


Finanzzentrum Brandenburg: 

Einführung des BER-O wird vorbereitet       

 

 

Verspätete Eröffnung des BER. Mehrkosten ökologisch und volkswirtschaftlich sinnvoll gegenfinanzieren. Germanwatch am 07.09.12  Pressemitteilung hier lesen

 

BER-Desaster Jetzt wackeln schon die Ersatzterminals. Tagesspiegel am 21.9.12

 

Steuerzahlerbund zum BER "Ein Manifest von Fehlplanungen". Tagesspiegel am 19.9.12

 

 

 

 


 

ProblemBER-Brandschutz. Sachstand nach Stresstest:  

 

 Sally

  • Der geheime BER-Prüfbericht

Der Bericht ist alarmierend! Nur 15 von 140 Test-Szenarien zum Brandschutz waren erfolgreich. BZ vom 03.09.12 Artikel hier lesen

 


 

"Hey Matze, mit der Nummer vom 3.6.2012 werden wir in die Geschichte eingehen!" 

                                                                                                                                                    Illustration: Jiaogula

  

  • Hauptstadtflughafen – das Protokoll des Scheiterns

1989 kam das größenwahnsinnige Berlin auf die Idee, man brauche einen neuen Super-Airport. Dieser Flughafen BER ist über die Jahre zur peinlichen Posse geworden, die Deutschland lächerlich macht.

 

  • Berlin, lass es bleiben!

Zehn Gründe, weshalb die Hauptstadt den Umzug lieber endgültig abblasen sollte. FAZ, 14.5.12 Artikel hier lesen.

  

  • Berliner Großlughafen. Wowereits Problem-BER 

Endlich gute Nachrichten vom Berliner Großflughafen: Kinder können bei einer „Ferienaktion“ ihre Sommerzeit auf dem Gelände verbringen...  FAZ, 12.7.12 Artikel hier lesen

 

  • Berliner Großflughafen: Es brennt.

Planungschaos und ausufernde Kosten am Hauptstadtflughafen - jetzt ist der Ärger groß. Aber Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wusste, was er tat. FAZ, 7.7.12 Artikel hier lesen

 

  •   Blindflug in Berlin 

Die Baustelle: Ein Chaos. Die Politik: Blamiert. So schnell wird der Hauptstadt-Flughafen nicht fertig werden. Wer ist schuld? Die Zeit am 21.7.12  Artikel hier lesen

 

  • Flughafen Berlin-Brandenburg: Projekt gescheitert. „Wer anderen eine Grube gräbt, …“ Es gibt für dieses Infrastrukturprojekt und die aktuelle Situation kein besser zutreffendes Sprichwort. Es ist nicht mehr nur ein Skandal, es ist eine lange Kette von Bürgerbetrug, Lügen und Tricksereien. Es verwundert nicht, dass man sich bei diesem politischen Strickwerk irgendwann verzettelt. Die geplatzte Eröffnung des Flughafens ist nur die mediale Spitze des Eisberges. Denn dieser Flughafen sollte durch Entscheid der Politik an einem untauglichen Standort errichtet werden. Untauglich, aufgrund von Bodenbeschaffenheiten, untauglich aufgrund der ökologischen und ökonomischen Folgen. Untauglich vor allem wegen seiner Lage im Raum, umgeben von zwei dicht besiedelten Bändern. Dies wurde durch zahlreiche unabhängige Gutachten bereits vor dem Bau festgestellt. Mit dem Kopf durch die Wand hat die Politik versucht, sich gegen jeden Sachverstand durchzusetzen. Mit schweren Folgen, wie man feststellt. The Intelligence, 10.05.2012 Artikel hier lesen

   

Brandtschutzwochen dauern länger
 

                                                                                                                                                                         Sally

Im Skandal um die geplatzte Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld droht am Monatsende eine weitere Eskalation: Dann soll die bisher nicht funktionierende Entrauchungs- und Brandschutzanlage unter Volllast getestet werden.
PNN, 18.07.2012  Artikel hier lesen

 
Planungschaos und ausufernde Kosten am Hauptstadtflughafen - jetzt ist der Ärger groß. Aber Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wusste, was er tat.
FAZ 7.7.12  
Artikel hier lesen 
    

 
                                                                                                                                       Illustration: Jiaogula

 

   

   Drama am BER: 

Die Eröffnungsfeier wird niemals stattfinden!

Nachdem die freiwillige Feuerwehr dem BER eine Absage erteilt hat, mögliche Sicherheitslücken im Brandschutz zu schließen, muss die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Von diesem Schock müssen sich Betreiber und Politprominenz erst einmal erholen. Deshalb sollen Lösungen frühestens nach der Sommerpause Mitte August in Angriff genommen werden.


  Zusammenfassung der Pressekonferenz von BBB-TV  I-Punkt  

 

+++ BERfail  +++  Abverkauf  +++  BERfail  +++ Abverkauf

 

In unserem Weindepot bieten wir Ihnen eine Auslese aus neu erschlossenen Berliner und Brandenburger Nordhanglagen:   

 

Illustration: Jiaogula

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihre Krankenkasse, ihr Finanzamt sowie die Rechnungshöfe.   

   

 



   

 Tatort Schönefeld oder: Der Geburtsfehler des Flughafens
 

Von allen großen Flughafen-Neubauten der letzten 50 Jahre ist der BER in Schönefeld der Flughafen, der am nächsten an ein Stadtzentrum gebaut wurde.

  

Quelle:  http://www.fbi-berlin.org/bbi-ber/informationsmaterial 

 

 
Der BER in Schönefeld:  Eine in Beton gegossene Fehlentscheidung! 

Um den hochproblematischen Flughafenstandort Schönefeld,  der viel zu nahe am Ballungsraum Berlin liegt durchzusetzen, ist jahrelang eine Politik betrieben worden,  die den Bürgern die tatsächlichen Lärmauswirkungen und deren Folgen verschwiegen hat.

 

Bürgerbeteiligung ausgehebelt

Bei dem Großprojekt hat die Bürgerbeteiligung zwar formal stattgefunden, jedoch nur mit einem Teil der nun tatsächlich betroffenen Bevölkerung. Zehntausende Bürger wurden ihres Rechtes auf demokratische Beteiligung beraubt. Sie wurden schlicht und ergreifend ausgetrickst, um während des Planfeststellungsverfahrens und der sich daran anschließenden mehrjährigen Bauzeit keine Proteste zu riskieren und das Vorhaben durchziehen zu können.

 

Tatsächliche Lärmauswirkungen verschwiegen

Dies geschah, indem das zuständige Landesministerium Brandenburgs und insbesondere die Flughafengesellschaft über zehn Jahre lang den Umlandgemeinden Flugrouten suggeriert haben, die mit den tatsächlich absehbaren Lärmteppichen so gut wie nichts gemein haben.

Während der gesamten Planungsphase ist der Flughafen nur für den Bedarf von Berlinern, Brandenburgern, ausländischen Touristen und Geschäftsleuten getarnt worden. Jetzt soll

er zu einem internationalen Drehkreuz aufgeblasen werden, wo Fluggäste nur nach Berlin geflogen werden, um dort das Flugzeug zu wechseln. Dies bringt der Region nichts, wohl aber den Fluggesellschaften. Stattdessen wird die Lebensqualität von hunderttausenden Menschen in der Region zerstört, denen über Generationen hinweg aufgrund einer politischen Fehlentscheidung unerträglicher Fluglärm zugemutet wird.

 

Der schlechteste Standort machte das Rennen

Es ist doch bekannt, dass die Politik den Standort Sperenberg aus

unterschiedlichen Motiven bewusst verhindert hat. Stattdessen wurde der Standort Schönefeld ausgewählt, der durch Gutachten als Standort für einen Großflughafen als ungeeignet eingestuft wurde. Heute wollen andere

Politiker mit dem Flughafen BER in Schönefeld das realisieren, was so nur am Standort in Sperenberg möglich gewesen wäre.

 

Wenn die Politik austricksen will, müssen Mutbürger handeln

Die Machtpolitik des Faktischen wollen sich immer weniger Menschen weiter aufzwingen lassen. Das Recht auf Gesundheit und Wohlergehen der Menschen, die in der von Fluglärm beeinträchtigten Region vom Müggelsee im Osten bis Werder im Westen leben, muss heute und für alle Zeit eindeutig Vorrang vor den Profitinteressen von Flughafenbetreibern und Fluggesellschaften haben.

Wenn die verantwortliche Politik nicht endlich umdenkt, wird der Flughafen BER unweigerlich zu einem Albtraum. Deshalb wehren sich über 20 Bürgerinitiativen im Großraum Berlins, in West und Ost. Sie setzen sich für eine menschengerechte und verantwortliche Flughafenpolitik ein.


 


 

 Dokumentationsfilm “Seenot - Wenn Rückschritt Fortschritt wird”

BER, der Flughafen Schönefeld wird Millionen Menschen die Lebensqualität rauben.
Fluglärm macht krank.
Fliegen macht reich.
Nur trifft es die einen und die anderen höchst ungleich.

In diesem Film erfahren Sie, wie sich Politik über die Interessen der Menschen hinweg setzt. So wie am Müggelsee, in Neuenhagen oder Erkner sind auch alle anderen Anlieger des Flughafens betroffen.

Den gesamten Film (ca. 22 Min.) gibt es auf DVD. Erhältlich über die Friedrichshagener Bürgerinitiative, FBI (
www.fbi-berlin.org). oder auf der Montagsdemo in Berlin Friedrichshagen.

Alle Mitwirkenden haben auf ihr Honorar verzichtet. Der Erlös aus dem Verkauf geht als Spende an die Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI). 


Der Müggelsee ist überall!   

  


 

 

Rückblick über die Entscheidung für Schönefeld (RBB 25.1.12)

In Berlin und Brandenburg protestieren Tausende gegen die Flugrouten des künftigen Großflughafens. Mit der Ruhe der Menschen ist es im wahrsten Sinne des Wortes vorbei, seitdem klar ist, dass die startenden Flugzeuge direkt über ihre Köpfe hinweg fliegen sollen. Dabei hatte sich die heutige Fluglärmdebatte schon vor Jahren abgezeichnet, wie ein Blick in die Archive beweist. Das Milliardenprojekt und die Täuschungsmanöver von Politik und Flughafenplanern - ein Rückblick von Thomas Rautenberg.  Artikel hier lesen

 Wie kam es eigentlich zu der Entscheidung für Schönefeld?

Tagesspiegel, 3.12.11  Artikel hier lesen


 

Diese drei Herren haben den BER nach Schönefeld gebracht:  

Konsensbeschluss 1996:  Der damals regierende Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen (CDU),  der damalige Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU) und der damalige Ministerpräsident Brandenburgs Stolpe Manfred Stolpe (SPD) (von links nach rechts) treffen die Standortentscheidung.  

 

 

Gutachten über Bord: 7 mögliche Standorte waren beurteilt.  Schönefeld bildete das Schlusslicht: Ein für einen Großflughafen ungeeigneter Standort.

   

"Damals war nicht mehr zu erreichen."    Interview mit Manfred Stolpe hier lesen
 
 


 

Augenzeugenbericht von Dr. M. Marz:

 

"Schutzgut Mensch und Demokratie — Zur Geschichte der Flughafenplanung des BBI

Im Zeitraum von 1991 bis 2002 war Dr. Manfred Marz als Vertreter des Bezirksamtes Köpenick, später Treptow-Köpenick, sowohl in der Fluglärmkommission Schönefeld als auch an den Standortsuchverfahren, am Mediations-, Raumordnungs- sowie am Planfeststellungsverfahren für den Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) beteiligt. Aus erster Hand kann er so die damaligen Planungsvorgänge zusammenfassen.

 

Planungsvorgabe: Drehkreuz – und Stilllegung von Tegel, Tempelhof und Schönefeld

Im Jahr 1991 gaben die politischen Vertreter von Berlin und Brandenburg für die Planung und den Bau des Flughafens folgende Prämissen vor:

■ Lage südlich von Berlin, ■ Abfertigung von 20 Mio. Passagiere pro Jahr, ■ Anbindung des Standortes an das regionale und überregionale Bahnnetz sowie an Bundesautobahnen und das regionale Straßennetz und ■ Anbindung des Flughafens an das Internationale Flugnetz (Drehkreuzfunktion).

Sie sahen darin die Möglichkeit, die Flughäfen in und an der Stadt, also Tegel, Tempelhof und Schönefeld, stillzulegen.

 

Expertengutachten: Schönefeld ist völlig ungeeignet für einen Hauptstadtflughafen

Dieser Intention folgend wurden zahlreiche Gutachten erarbeitet, ein Mediations- und Raumordnungsverfahren durchgeführt, alles mit dem gleichen Ergebnis, dass Schönefeld – in welcher Variante auch immer – als Standort für einen Hauptstadt gerechten Flughafen ungeeignet ist. Auch die Wirtschaftsvertreter und die Gewerkschaften sahen in dem stadtnahen Flughafen keine Alternative zu einem dem Trend der Zeit entsprechenden weit außerhalb der Stadt gelegenen Standort. Selbst die Flughafenholding und der Aufsichtsrat des Flughafens Schönefeld waren dieser Ansicht.

Dies ergab sich insbesondere aus dem Mediationsverfahren, welches über 3 ½ Jahre unter Leitung von Prof. Horst Zillessen vom Zentrum für Umweltkonfliktforschung und –managment GmbH an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg durchgeführt wurde. Zillessen teilte dazu die Welt in 5 Interessengruppen ein: Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereine, Bürgerinitiativen. Jede Interessengruppe durfte 3 Vertreter benennen, so dass die Teilnehmerzahl am Mediationsverfahren, welches monatlich stattfand, 20 betrug, wenn man die Vertreter der Universität Oldenburg und des Flughafens dazu rechnete. Mir wurde die Ehre zuteil, als Vertreter der Verwaltung die Interessen des Bezirks Köpenick in das Verfahren einzubringen.

Die Ansichten zum Standort für den Flughafen BBI waren anfangs äußerst zerstritten. Aber nach 3 ½ Jahren hatte man sich auf Sperenberg geeinigt und teilte den Herren Diepgen, Stolpe und Wissmann das Ergebnis persönlich mit.

 

Konsensbeschluss missachtet — Schönefeld ausgewählt und Bürgerdialog eingestellt

Was passierte darauf? Kurze Zeit danach, am 18.05.1996, wurde von den Anteilseignern (dem Land Berlin, dem Land Brandenburg und dem Bund) in einem Konsensbeschluss die Entscheidung getroffen, den Flughafen Schönefeld zum künftigen Flughafen Berlin Brandenburg International auszubauen.

Es gab keinen Bürgerdialog mehr, wie der folgende, an mich gerichtete Brief von der Universität Oldenburg beweist: „Sehr geehrter Herr Dr. Marz, mit Schreiben vom 11. November 1996 hat uns der Vorsitzende der Flughafenholding mitgeteilt, dass eine Fortführung des Bürgerdialogs durch MEDIATOR nicht mehr vorgesehen ist. Wir müssen uns also zu unserem Bedauern von Ihnen verabschieden. Wir wollen aber nicht versäumen, Ihnen für die rund 3 ½ jährige Zusammenarbeit herzlich zu danken. In unzähligen Diskussionen haben Sie bewiesen, dass Ihnen die Region am Herzen liegt und Sie eine konstruktive Debatte über die Flughafenpläne führen wollen. Wir wünschen Ihnen auch weiterhin die Möglichkeit offen, konkret und kritisch verhandeln zu können.“

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Diepgen machte sich selbst zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates vom Flughafen Schönefeld, um jede Kritik am Konsensbeschluss zu unterbinden.

 

Warum fiel die Entscheidung für Schönefeld?

Dafür gab und gibt es drei Gründe.

1. Der Verkehrsminister Wissmann (CDU) war in den Aufsichtsräten der Flughäfen Frankfurt und München und wollte verhindern, dass im Osten ein weiteres Drehkreuz entsteht. Mit dem Standort Schönefeld wird ein Flughafen geschaffen, der nur eine Zubringerfunktion haben wird.

2. Die LPG-Bauern hatten nach 1990 ihr zu Schönefeld benachbartes Ackerland an eine Liechtensteiner Schwindelfirma für 300.- DM pro Quadratmeter verkauft. Berlin und das Land Brandenburg haben dieses Land in Erwartung eines Flughafenausbaus zurückgekauft, wofür hohe Zinsen gezahlt werden müssen.

3. Der Bau eines Flughafens in Sperenberg einschließlich der Verkehrsanbindung hätte circa 4 Milliarden EUR gekostet, woran der Bund im hohen Maße beteiligt worden wäre (im Vergleich: Schönefeld ca. 2,3 Milliarden EUR). Man wollte nicht, dass so eine hohe Investitionssumme in den Osten fließt.

Diese Gründe wurden vom Aufsichtsrat, bevor Diepgen den Vorsitz übernahm, und später im Planfeststellungsverfahren, das im Jahre 2000 folgte, betont.

 

Auswirkungen auf Treptow-Köpenick als Wohn- und Erholungsstandort missachtet

In unserer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben „Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld“ vom 27.06.2000 heißt es unter anderem in der Zusammenfassung:

„Problematisch ist vor allem die fehlerhafte Darstellung der Lärmauswirkungen des Flughafens auf den Bezirk Köpenick, der ein bevorzugter Wohnstandort und ein attraktiver Erholungsraum ist. Wir fordern neue und unabhängige Gutachten, die die Belastungen und Gefahren richtig bewerten. Darüber hinaus sollte auf deren Grundlage eine erneute Standortabwägung erfolgen.“

Im Einzelnen wurde von uns verlangt, dass bereits im Rahmen der Planfeststellung eine Festlegung der Flugrouten zwingend notwendig ist, da ansonsten keine Aussagen zur Betroffenheit, insbesondere in den Ortsteilen Grünau, Wendenschloß, Köpenick und Friedrichshagen möglich sind. Wir betonten, dass der reale Einzelpegel die Kommunikation stört, den Schlaf unterbricht und zur Unbenutzbarkeit der Außenwohnbereiche führt. Uns war klar, dass der Flughafen BBI gewissermaßen ein innerstädtischer wird, da er nur betrieben werden kann, wenn der Berliner Luftraum überflogen wird.

 

Waldflächen und Seenlandschaften haben erhebliche ökologische Bedeutung für das ganze Berlin

Der schriftlichen Stellungnahme folgte dann im Jahre 2001 die Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Ich möchte meine letzten Worte, die ich am 23. November 2001 in der Rathenauhalle geäußert habe, wiederholen:

„Der Bezirk Treptow-Köpenick wird als Ganzes durch den Ausbau des Flughafens in Schönefeld abgewertet. Dies betrifft vor allem den bevorzugten Wohnstandort und das Naherholungsgebiet. Nur wer die wertvollen Naturräume, die Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete im Südosten Berlins nicht kennt oder ausschließlich Wirtschaftsinteressen verfolgt, kann solche irrsinnigen Planungen ins Auge fassen.

Die ausgeprägten Waldflächen und Seenlandschaften haben nicht nur Erholungsfunktionen, sondern auch eine erhebliche ökologische Bedeutung für die Gesamtstadt. Hier wird Trinkwasser aus Grundwasser bzw. Uferfiltrat für die Stadt gewonnen. Über einen Grünkeil, der sich von dem südöstlichen Umland bis in die Innenstadt erstreckt, wird Frischluft – in den Sommermonaten auch Kaltluft – in die Innenstadt geleitet. Solche Belüftungsbahnen sind außerordentlich wertvoll für das Stadtklima; andere Städte beneiden uns. Diese ökologischen Funktionen, einschließlich der genannten sozialen Funktionen, sehe ich gefährdet. Diese Sorge wird vom Bezirksamt und von vielen Bewohnern des Bezirkes Treptow-Köpenick mitgetragen. Herr Leyerle, verhindern Sie den Ausbau von Schönefeld!“ (Herr Leyerle war der Vorsitzende der Anhörungsbehörde.)

 

Planfeststellungsbeschluss folgt Gefälligkeitsgutachten

Dem Anhörungsverfahren folgte am 13.08.2004 der Planfeststellungsbeschluss des Ministeriums Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg. Beim Lesen der 1171 Seiten wurde deutlich, dass die Planfeststellungsbehörde befangen und in fast allen Belangen den Gutachtern gefolgt war, obwohl im Erörterungsverfahren deutlich wurde, wie schwach die Gefälligkeitsgutachten waren und man sich auf Kompromisslösungen bereits verständigt hatte.

Und die juristischen Mittel? Das Verkehrswege-Planungsbeschleunigungsgesetz hat die Fristen für alle Planungen verkürzt und die Klagemöglichkeiten eingeschränkt. Dass der auf Gefälligkeitsgutachten basierende Planfeststellungsbeschluss nicht vom Bundesverwaltungsgericht den Investoren, die zugleich Legislative und Exekutive verkörpern, um die Ohren gehauen wurde, war für mich ein Zeichen für das Versagen der in Deutschland so gepriesenen Demokratie."

 

(Veröffentlicht am 31. Mai 2011 von Jochen http://www.waldblick-gegen-flugrouten.de/artikel/schutzgut-mensch-und-demokratie-zur-geschichte-der-flughafenplanung-des-bbi/) 


  

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