Gemeinsam gegen BER-Fluglärm
Die JobLÜGE

 

(c) Bernd Zeller www.darvins-illustrierte.de


 

 

Jobwunder Flughafen?

 

Die Arbeitsmarkteffekte von Flughäfen werden gemeinhin überschätzt. Das zeigt eine neue Studie von Prof. Friedrich Thießen.

Eine kurze Zusammenfassung der Thesen finden Sie in dieser Pressemitteilung des ABB

 


 

Flughafenabfertigern droht Massenentlassung in Schönefeld. Rbb online, 5.6.2014 Artikel hier lesen

 


 

Frankfurt: Keine neuen Jobs durch Flughafenausbau.

Allgemeine Zeitung, Rhein Main Presse am 13.2.2013   Artikel hier lesen

 


 

  

 

Keine Jobmaschine, sondern ein Labor für übelste Arbeitsbedingungen. 

Tagesspiegel am 2.12.2012 Artikel hier lesen

   
 

Baufirmen verweigern die Arbeit am Flughafen.

Die am BER tätigen Unternehmen zweifeln an der Liquidität der Flughafengesellschaft. Dies hat nach Tagesspiegel-Informationen zu einem Stillstand auf der Baustelle geführt, welcher nun den Eröffnungstermin im Oktober 2013 gefährdet.

Tagesspiegel am 27.11.2012 Artikel hier lesen

 
 

 


  

  

Gegen Werkverträge, Leiharbeit und prekäre Beschäftigung an den Berliner Flughäfen.

 Schönefelder Erklärung hier lesen

 


 

 

Neuer Flughafen Berlin-Brandenburg - Mit Sicherheitslücken und Billiglöhnern an den Start  

 

KONTRASTE-Recherchen ergaben jetzt, hinter den fast fertigen Glitzerfassaden des Renommierprojekts sieht es düster aus: Sicherheitsstandards werden massiv verletzt und Tagelöhner aus Osteuropa schuften für Hungerlöhne. 

 

RBB Kontraste - Sendung hier ansehen

    

 

FRAports Jobmotor-Argumente sind widerlegt. Hier lesen externer Link

 


 


Schönefeld 2012: 

Die Jobmaschine des modernsten Flughafens Ostdeutschlands läuft und läuft und läuft  ...  

und wenn das Schicksal will, dass wir es erleben, passiert etwas:    
           

 Illustration: Jiaogula

Schönefeld 2022:

Im 10-Jahreszeitraum ist die Anzahl der 400-Euro-Jobber in Deutschland 10 Millionen auf 20 Millionen gestiegen. Eine Steigerung um 100% ! Dank den Großprojekten wie dem BER.  

 


 

 

 


 

 

Jobwunder Flughafenausbau am Beispiel Frankfurt am Main

 

Durch den Ausbau des Frankfurter Flughafens versprechen Politik und Betreiber 100.000 neue Arbeitsplätze. Doch Recherchen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ haben ergeben:  viele der angeblich neuen Jobs werden innerhalb der Region in Wirklichkeit nur verlagert. 

 

Zur Reportage. Videobeitrag SWR. 5 Minuten, die sich lohnen!

       

   


 

            

 

 

bitte anklicken

 


 

Die Kehrseite der Jobmaschine

Frankfurter IG-Metall-Vorstand fordert die Stilllegung der neuen Landebahn. Frankfurter Rundschau  Artikel hier lesen  

     


 

Billig ... billiger ... McBER

 

  • " ... aufpassen, dass der Flughafen keine Billiglohnmaschine wird ..."

Neues Deutschland, 13.4.2012  Artikel hier lesen   

 

    


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Jobmotor angesprungen?   

31.10.2011 Air Berlin meldet, 100 neue Arbeitsplätze für den BER zu schaffen. Da ist man schwer beeindruckt!

Damit bei all der Arbeitsplatzeuphorie die Fakten nicht  unter die Tragflügel kommen, sei daran erinnert: Im Jahr 2008 wurden laut Handelsblatt bereits für 2012 zusätzliche 40.000 Arbeits-plätze prognostiziert.

Dann fehlen ja nur noch 39.500 Arbeitsplätze, wenn man die kürzlich propagierten 400 Billigjobs der neuen Flughafen-Handelskette hinzuzählt. 

Und bestimmt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Geschichte vom Brandenburger Jobwunder in Hollywood verfilmt wird. 

Handelsblatt vom 19.5.2008. Hier lesen 

 


  

 32.000 neue Jobs aus Standortvorteilen sind eine Luftnummer

 

 Der Werbeslogan Jobmaschine BER ist nicht seriös. Die Menschen in der Region werden mit methodisch zweifelhaften Arbeitsplatzprognosen für dumm verkauft.

Wer von zig tausenden neuen Arbeitsplätzen durch den BER spricht, plappert nur das nach, was ihm andere erzählt haben, und zeigt, dass er sich offensichtlich gar nicht selbst mit dem Thema beschäftigt hat. In unserer Region ist der angebliche Jobmotor BER nicht angesprungen und das ist auch nicht in Sicht.

Und es ist unrichtig, dass die Forderungen der Fluglärmbetroffenen, die auf mehr Lärmschutz abzielen, Arbeitsplätze gefährden würden. Arbeitsplätze, die Luftnummern sind und die es sowieso nie gegeben hätte, können gar nicht gefährdet werden.    

Die Forderungen der Betroffenen zielen darauf ab, die durch den Flughafen zu erwartenden Schäden in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft für seine Anrainer zu minimieren. Der BER trägt seine externen Kosten nicht selbst, sondern die werden schlicht von den Anrainern bezahlt."

Thomas Czogalla, Teltow gegen Fluglärm 

 


 

Jobmotor BER versagt 

 

Zur Rechtfertigung der Investition von 2. Mrd. Steuergeldern in den BER wird mit der Jobmaschine BER geworben. Bei genauer Betrachtung stellt sich diese Jobmaschine als reiner Marketing-Slogan für den Flughafen heraus.

 

Deutschlandweit werden im Vorfeld von Flughafenausbauten Studien von den Flughafenbetreibern beauftragt, welche die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Flughafenbauten prognostizieren. Es existieren allerdings keine Studien, mit denen diese Prognosen dann nach Fertigstellung auch belegt werden könnten. Für den Flughafen Frankfurt am Main hat ein Stadtentwicklungsplaner für die Jahre 1978-1996 versucht aus den amtlichen Beschäftigtenstatistiken diesen Effekt nachzuweisen und kam zu dem Schluss: „Der behauptete Multiplikator-Effekt der „Job-Maschine“ Flughafen ist für die Beschäftigtenentwicklung der Region in der Praxis nicht nachweisbar.“ (Hausmann 1998). Der Arbeitsmarkt hat sich im Umland des Frankfurter Flughafens statistisch nicht anders, sondern eher unterdurchschnittlich im Vergleich zum Bundesdurchschnitt entwickelt.

 

Für den BER geht der Mythos Jobmaschine auf eine von der Flughafengesellschaft beauftragte und bezahlte Studie von Prof. Baum aus dem Jahr 2005 zurück. Bei genauer Betrachtung dieser Studie fallen mehrere Mängel auf.

 

Erstens  gibt danach jeder Fluggast, der hier in die Region kommt 354 Euro aus, wohingegen Fluggäste, die die Region verlassen woanders jeweils nur 194 € ausgeben sollen. Mit dieser Annahme wird ein unrealistischer Kaufkraftzufluss in die Region um den BER errechnet. Dieser Kaufkraftzufluss, d.h. der höhere Konsum in der Region, soll zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen. Die Annahme des Kaufkraftzuflusses ist in der Studie schlicht willkürlich zu Gunsten des Flughafens gemacht worden. Es könnte genauso gut der umgekehrte Fall eintreten, dass durch den BER mehr Kaufkraft die Region verlässt und Arbeitsplätze in der Region verloren gehen.

 

Zweitens  wird bei Prof. Baum mit sogenannten Multiplikatoreffekten gerechnet, die angeben, wie viele Arbeitsplätze in Betrieben außerhalb des Flughafens im Verhältnis zu einem Arbeitsplatz am Flughafen geschaffen werden. Würde dieser Multiplikator in der Realität eine Rolle spielen und würde man ihn deutschlandweit anwenden, so müssten wir in Deutschland bei ca. 80 Mio. Einwohnern über 100 Mio. Beschäftigte haben. Da dem offensichtlich nicht so ist, darf die Existenz der Multiplikatoreffekte des BER in der stets zitierten Höhe stark bezweifelt werden.

 

Drittens  basieren die Aussagen in der Studie über die Anzahl von neuen Arbeitsplätzen auf zweifelhaften Hochrechnungen. So sollen über 32.000 Arbeitsplätze durch sogenannte Standort­effekte des BER in der Region entstehen. Diese Zahl wurde mit einer Hochrechnung ermittelt auf der Basis einer Befragung von Unternehmen in der Region. Auf die Befragung haben allerdings nur verschwindend geringe 9 Prozent aller Befragten, also weniger als jeder 10. geantwortet. Das ist im Prinzip so, als würde von 10 befragten Unternehmen nur eins antworten und mitteilen: „Ich glaube ich stelle 1 bis 2 Leute mehr ein.“ Wenn dann diese Aussage auf alle Unternehmen hochgerechnet wird, sieht das auf dem Papier so aus, als würden die 10 befragten Unternehmen 10 bis 20 neue Arbeitsplätze schaffen.

 

Abgesehen von dieser zweifelhaften Rechnung werden zu den 32.000 neuen Arbeitsplätzen auch solche gezählt, die durch Standortverlagerung und -zusammenlegung in die Region kommen. Allerdings bringen dabei Unternehmen ihre Mitarbeiter und somit schon vorhandene Arbeitsplätze in die Region mit und schaffen keine neuen Arbeitsplätze. Es wird hierbei bloß alt für neu verkauft.

 

Im Rahmen der Unternehmensbefragung für die Standorteffekte konnten die Unternehmen im Übrigen keine Angaben zu Arbeitsplatzverlusten und Unternehmensschließungen durch den BER machen. Nach Arbeitsplatzverlusten durch den BER wurde nicht gefragt, obwohl sie durchaus relevant sind. Die Berliner Flughafengesellschaft selber hat allein bei der Schließung des Flughafens Tempelhof 3% Personal abgebaut und 26 Arbeitsstätten an den Flughäfen haben geschlossen. Bei der Schließung des Flughafens Tegel werden die Arbeitsplatzverluste wesentlich größer ausfallen. Mögliche  Arbeitsplatzverluste durch den BER wurden also vollkommen ausgeblendet. 

Teltow, 21. Oktober 2011, ViSdP: Teltow gegen Fluglärm e.V., Thomas Czogalla



 

 

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